Onlinepoker

Die Geschichte des Pokerspiels

© Anatoly Tiplyashin - Fotolia.comDas französische Poque, das im Deutschen einfach Poch heißt und seit dem Mittelalter bekannt ist, ist der Vorläufer des Kartenspiels Poker. Französische Auswanderer hatten Poque in Amerika eingeführt. Hier wurde das Pokerspiel im 19. Jahrhundert als Konglomerat aus Poch, Primero, den ebenfalls französischen Bouillotte und Brelan sowie Les trois jeux entwickelt. Poque oder Poch leiten sich vom Englischen „to poke“ ab. Der britische Kartenspielexperte David Parlett hat in "The Oxford Guide to Card Games" nachgewiesen, dass das Pokern erstmalig dem Jahr 1836 zugeordnet werden kann. Dabei war New Orleans die Geburtsstadt des Pokerspiels. Über die Spieltische auf den Decks der Missisippi-Dampfschiffe fand Poker seine Verbreitung im gesamten Osten der Vereinigten Staaten.
Und natürlich gab es sofort die ersten Kritiker des Pokerspiels: Ein Herr namens Jonathan E. Green warnte schon 1834 vor den Folgen eines Glücksspiels, gespielt von 4 Spielern mit je 20 Karten und dem Fokus auf der besten Hand. Jener Mr. Green war Manager einer Baumwollfärberei und dem Rasenbowling sehr verbunden. Das besagte Kartenspiel allerdings geißelte er als unseriöses Schummelspiel, bei dem so mancher Bauer Hab und Gut verspielt hätte.

Goldrausch

© Alex Garaev - Fotolia.comIn der Zeit des amerikanischen Goldrauschs breitete sich Poker rasant schnell aus. Nunmehr wurde es in ganz Amerika mit 52 Karten gespielt. Die Regeln wurden 1852 um die Möglichkeit, Karten zu tauschen, ergänzt. Damit kamen mehr Geld und mehr Power ins Spiel. Flush und Straight kamen zu Zeiten des amerikanischen Bürgerkriegs (1861 bis 1865) als geltende Blätter dazu. Das waren auch die Jahre, in denen die Stud- oder Draw Poker-Varianten neu waren. Unter der zusammenfassenden Bezeichnung Split Poker werden in der Fachliteratur die Split in the Ocean Community Cards-Varianten als erste Hold’Em-Varianten aufgeführt. Dabei ähnelt Split in the Ocean eher dem alten Five Card Draw als dem modernen Texas Hold’Em, das heute neben dem Omaha Hold’Em und Seven Card Stud die am häufigsten auf Turnieren und in den Spielbanken gespielt wird. Die jungen Hold’Em Varianten sind mit Cincinatti, einer Dealer’s Choice-Variante verwandt.
Mit dem Namen Omaha wurde Texas Hold’Em im „Hoyle“ von 1983 erstmals beschrieben. „Hoyle Rules of Games“ ist ein Regelwerk der amerikanischen Autoren Albert H. Morehead; Geoffrey Mott-Smith und Philip D. Morehead, das die spielende Community bis heute unter beständiger Aktualisierung als Nachschlagewerk begleitet.

Fazit

Die Hold’Em Varianten gewannen ziemlich spät mit der Favorisierung durch die internationalen Casinos zum Ende der 1990er Jahre ihre Popularität. WSOP, Die World Series of Poker, sorgten für einen Boom des Spiels am Anfang der 1970er Jahre.
Poker wurde von seinem Schmuddelimage befreit und mit dem WSOP-Gewinn 2003 durch den Amerikaner Chris Moneymaker (Gewinnsumme 2,5 Millionen Dollar) und noch mehr durch die dynamische Entwicklung des modernen Onlinepoker populärer denn je.