vom Freizeithobby zum offiziellen Ligasport

Tischfußball / Kickern

Tischfußball ist ein beliebtes Bar-Hobby (2016) Tischfußball ist in vielen Kneipen und Gaststätten auch heute noch der liebste Zeitvertreib vieler Gäste. Genau hier wurzelt auch die Erfolgsgeschichte dieser Sportart, denn aus der Kneipe heraus hat sich aus dem spaßigen und kurzweiligen Zeitvertreib eine Sport entwickelt, der sowohl in Turnieren als auch in Ligen gespielt wird und für den es mittlerweile zahllose Vereine gibt. Doch wo kommt der Tischfußball her, was sind die wichtigsten Turnierregeln und welche Techniken kommen sowohl bei Freizeit- als auch bei Ligaspielern zum Einsatz?

Traditioneller Kneipensport mit Geschichte

Tischfußball gibt es in einer der heute gespielten Form recht ähnlichen Weise bereits seit nahezu 100 Jahren. Es gibt belegbare Patente aus dem Jahr 1922, die den Engländer Harold Thornton als dessen Erfinder ausweisen. Das von ihm konstruierte Gerät hatte schon erstaunliche Ähnlichkeit mit den heutigen "Kickertischen". Ähnliche Patente aus den 1920er und 1930er Jahren gab es allerdings auch in Frankreich und in der Schweiz, sodass der eigentliche Ursprung nicht genau festgelegt werden kann. In Deutschland setzte sich das "Kickern" erst recht spät durch. Die erste Deutsche Meisterschaft wurde erst 1967 veranstaltet. Aber bereits zwei Jahre später erfolgte dann die Gründung des DTFB (Deutscher Tischfußballbund) und somit der rasante Aufstieg des Sports hierzulande. tatkräftig unterstützt wurde dieser viele Jahre lang durch den Automatenhersteller Löwen, der sich von seinem Sponsoring allerdings Anfang des neuen Jahrtausends aufgrund finanzieller Schwierigkeiten zurückziehen musste. Seitdem setzt die Players 4 Players Tischfußballvereinigung e.V. den Turnierbetrieb in Deutschland sowie die Deutschen Meisterschaften in Eigenregie um.

Wichtige Turnierregeln beim Tischfußball Kickern

In Deutschland ist der DTFB als Dachverband für die Organisation der einzelnen Landesverbände zuständig. Es gelten beim Kickern feste Turnierregeln. So werden in der Regel zwei Gewinnsätze je 5 Tore ausgespielt. Erst wenn der Gegner bereit ist, darf der ballführende Spieler den Ball ins Spiel bringen. Nach einem Tor bringt die Mannschaft den Ball ins Spiel, gegen die das Tor erzielt wurde und darf ihn dabei gezielt beeinflussen. Beim Ballkontakt vor oder nach einem Schuss dürfen die Spielfiguren in keinem Fall um mehr als 360 Grad gedreht werden. Am Tisch ist übermäßige Gewalt zu unterlassen. Das heißt, man darf weder an den Stangen rütteln noch die Figuren absichtlich an den Tisch anstoßen. Tore dürfen aus jeder Position erzielt werden, jedoch müssen die Hände beim Schuss immer am Griff bleiben. Es zählen auch Tore, bei denen der Ball nach dem Schuss wieder herausprallt. Wird er aus dem Spielfeld geschossen, bekommt die gegnerische Mannschaft den Ball. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere wichtige Turnierregeln.

Oft eingesetzte Techniken beim Kickern

Zu den am häufigsten eingesetzten Spiel- und Schusstechniken beim Tischfußball zählen die Folgenden: